Umweltprogramm für die Pflichtschulen der Stadt Wien
(Programm PUMA-Schulen)
Dieses Umweltprogramm gilt in allen Pflichtschulen der Stadt Wien. Es besteht aus Zielen und Maßnahmen. Die Maßnahmen sollen jedes Jahr in den unten vorgesehenen Zeiträumen (Monaten) umgesetzt bzw. deren Umsetzung überprüft werden. Die Umsetzung soll jeweils durch die Schulleitung selbst gemacht werden oder von der Schulleitung veranlasst werden.
Umweltziel a: Öffentlichkeitsarbeit für das Umweltmanagement
Maßnahme a.1.:

Dieses "Umweltprogramm" und das Managementdokument "Umweltbewusstes Verhalten in den öffentlichen Pflichtschulen" (beachte Hinweis unten) in der Schule bekannt machen (bei PädagogInnen, SchulwartInnen, SchülerInnen, Schulforum, Eltern)

Begründung der Maßnahme: Durch die Bekanntmachung der beiden Dokumente soll erreicht werden, dass alle Beteiligten die Ziele dieses Umweltprogramms kennen und das Umweltmanagement an der Schule durch ihr persönliches Verhalten unterstützen.

Hinweis: Das Managementdokument "Umweltbewusstes Verhalten in den öffentlichen Pflichtschulen" wurde am 4.9.2009 per Mitteilung des SSRfWien an alle Schulen der Stadt Wien übermittelt und in Kraft gesetzt und kann hier heruntergeladen werden.

Umsetzung:
a.1.1. Aushang in der Schule und kurze Präsentation der beiden Dokumente bei der Konferenz [September]
a.1.2. Bei Schulveranstaltungen (z.B.: "Tag der offenen Tür") Informationen zum Umweltengagement der Schule vermitteln [laufend]



Maßnahme a.2.:

PUMA-Teilnahme auf der eigenen Schulhomepage publizieren

Begründung der Maßnahme: Die Veröffentlichung auf der eigenen Schulhomepage informiert alle BesucherInnen über die Teilnahme am Programm "PUMA-Schulen", erwähnt die Themenbereiche der Umweltmaßnahmen und unterstreicht das eigene Umweltengagement.

Umsetzung:
a.2.1. Onlinestellung eines Textes über die PUMA-Teilnahme. Dazu kann die Textvorlage hier verwendet werden [September]



Maßnahme a.3.:

Bekanntmachung der "Umweltbildungsangebote für Schulen" im LehrerInnenkollegium

Begründung der Maßnahme: Der Hinweis auf bestimmte Umweltbildungsangebote soll einerseits die Integration des Umweltgedankens in den Unterricht fördern und andererseits den raschen Zugang zu ausgewählten Angeboten erleichtern.

Umsetzung:
a.3.1. Hinweis auf die PUMA-Linkliste und die Internetseiten von www.eule-wien.at geben



Maßnahme a.4.:

PUMA-Teilnahme durch Plakate in den Schulen (Schaukästen, Foyers) publizieren

Begründung der Maßnahme: Die Anbringung der PUMA-Teilnahmeplakate informiert alle BesucherInnen über die Teilnahme am Programm "PUMA-Schulen", erwähnt einige Themenbereiche der Umweltmaßnahmen und unterstreicht das eigene Umweltengagement.

Hinweis: Die PUMA-Teilnahmeplakate wurden anlässlich des ersten PUMA-Umweltprogramms (2008) bereits einmal an die Schulen verteilt.

Umsetzung:
a.4.1. Allfälligen (Nach-) Bedarf an PUMA-Teilnahmeplakaten bei MA 56 (Lager in Wien 20, Dresdnerstraße 73-75) decken.

Umweltziel b: Steigerung der Energieeffizienz
Maßnahme b.1.:

PUMA-Erinnerungsplakat "Fenster zu, Geräte abschalten, Licht aus" an der Innenseite der Türen von Klassen- und Arbeitsräumen

Begründung der Maßnahme: Durch die Plakate soll kurz an wichtige umweltrelevante Handlungen erinnert werden, welche bei Verlassen des Raums beachtet werden sollen. Das Schließen der Fenster bietet Schutz gegen Wind- und Wetterschäden und spart in der Heizperiode viel Wärme. Das Abschalten der Geräte spart Strom, verringert den unerwünschten Wärmeeintrag in den Raum (z.B. vom PC-Lüfter) und vermeidet das Brandrisiko (durch schadhafte elektronische Geräteteile u.dgl.). Das Ausschalten des Lichts vermeidet unnötigen Stromverbrauch.

Umsetzung:
b.1.1. Überprüfung, ob die Plakate (noch) an den Türen angebracht sind [November]
b.1.2. Allfälligen Bedarf an PUMA-Erinnerungsplakaten bei MA 56 (Lager in Wien 20, Dresd-nerstraße 73-75) decken [November]



Maßnahme b.2.:

Einsatz von schaltbaren Steckerleisten bei den Verwaltungs-EDV-Arbeitsplätzen in den Allgemeinbildenden Pflichtschulen

Begründung der Maßnahme: Richtig verwendet hilft die schaltbare Steckerleiste, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, Kosten zu sparen und das Brandrisko auszuschalten. Daher soll bei allen Verwaltungs-PCs und -Druckern in den Allgemeinbildenden Schulen eine schaltbare Steckerleiste angebracht werden.

Richtige Anwendung: Nach dem ordnungsgemäßen Herunterfahren des PCs bzw. dem Ausschalten des Druckers wird der Schalter der Steckerleiste auf "AUS" gestellt und somit jegliche Stromzufuhr aus dem Stromnetz unterbunden. So lassen sich pro EDV-Arbeitsplatz jährlich bis zu € 50,- einsparen.

Umsetzung:
b.2.1. Erinnerung an die richtige Verwendung der schaltbaren Steckerleiste ("Zuerst PC herunterfahren bzw. Drucker ausschalten, erst dann schaltbare Steckerleiste abschalten") im LehrerInnenkollegium [November]
b.2.2. Allfälligen Bedarf an schaltbaren Steckerleisten bei MA 56 (Lager in Wien 20, Dresdnerstraße 73-75) decken [November]



Maßnahme b.3.:

Herunterfahren der pädagogischen EDV-Arbeitsplätze nach Unterrichtsende

Begründung der Maßnahme: Ein Stand-PC nimmt im eingeschalteten Zustand zwischen 50 und 150 Watt (ältere Geräte auch mehr) an Leistung aus dem Stromnetz auf. In 24 Stunden summiert sich dies auf einen Verbrauch von 1,2 bis 3,6 Kilowattstunden pro Stand-PC. Daher ist es sinnvoll, die PCs nach Unterrichtsende herunterzufahren.

Umsetzung:
b.3.1. Entsprechenden Hinweis ans LehrerInnenkollegium geben [November]



Maßnahme b.4.:

Stoßlüften statt Dauerlüften


Begründung der Maßnahme: Gute Luftqualität in den Klassenräumen ist wichtig für das Wohlfühlen, für die Gesundheit und für die Konzentrationsfähigkeit der Anwesenden. Schon nach wenigen Minuten Unterricht steigt der CO2-Gehalt der Luft im Klassenraum bei geschlossenen Fenstern kontinuierlich an, sodass statt des empfohlenen Richtwerts von 1000-1500 ppm ('parts per million' = mg pro kg Luft) oft Werte von 2000-4000 ppm und mehr erreicht werden.

Abhilfe bringt rasches und zeitsparendes (Stoß-)Lüften. Da die Heizung der Räume den größten Anteil an den Energiekosten eines Gebäudes hat, ist das "richtige Lüften" besonders wichtig: Daher möglichst viele Fenster in regelmäßigen Abständen für 2-3 Minuten ganz öffnen.

Umsetzung:
b.4.1. Entsprechenden Hinweis ans LehrerInnenkollegium geben [Oktober]



Maßnahme b.5.:

Freie Wärmeabgabe von Heizkörpern gewährleisten

Begründung der Maßnahme: Heizkörper können nur dann einwandfrei und optimal Wärme an den Raum abgeben, wenn sie nicht verdeckt sind.

Umsetzung:
b.5.1. Vorhänge, Tische und andere Gegenstände - wenn möglich - von den Heizkörpern wegziehen bzw. wegrücken [November]

Umweltziel c: Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel
Maßnahme c.1.:

Abstellanlagen für Scooter

Begründung der Maßnahme: Der Scooter ist ein zweckmäßiges und platzsparendes Transportmittel für den Schulweg und somit eine praktikable Alternative zum Privat-Pkw. Herkömmliche Radabstellanlagen eignen sich nur bedingt für die Unterbringung von Scootern. Durch die Errichtung von Abstellanlagen für Scooter wird deren Nutzung gefördert.

Umsetzung:
c.1.1. Bestellung von Scooter-Abstellanlagen nach Maßgabe des vorhandenen Platzes, nach Zusage der Finanzierung durch den Bezirk und in Absprache mit MA 56 [bei Bedarf]



Maßnahme (und Umsetzung) c.2.:

Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für Schulausflüge und Exkursionen (im Anlassfall)

Begründung der Maßnahme: Die meisten Schulen befinden sich im unmittelbaren Einzugsbereich öffentlicher Verkehrsmittel. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Schulumfeld hilft die Verkehrs-Emissionen zu verringern und ist gleichzeitig eine Bewusstsein fördernde Maßnahme für das zukünftige Verkehrsverhalten der SchülerInnen.



Maßnahme c.3.:

Bekanntmachung der Radroutensuche im Internet

Begründung der Maßnahme: Die Förderung des Radverkehrs in Wien ist vor allem im schulischen Umfeld wichtig. Das Radroutensuchprogramm bietet neben der Radroute inklusive der Fahrradabstellplätze, Infos über City-Bike-Stationen und Einbahnen sowie U-Bahn- und S-Bahn-Stationen.

Umsetzung:
c.3.1. Entsprechenden Hinweis auf die Internetseite www.anachb.at/radroutenplaner ans LehrerInnenkollegium geben [April]



Maßnahme c.4.:

Teilnahme an Verkehrserziehungs- und Mobilitätserziehungsprojekten

Begründung der Maßnahme: Verkehrs- und Mobilitätserziehungsprojekte fördern einerseits das sichere Verhalten der Kinder im Straßenverkehr andererseits werden die SchülerInnen mit der Nutzung von ökologisch verträglichen Verkehrsmittel vertraut gemacht, wodurch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Hinweis: Auskünfte zu den aktuellen Angeboten erhalten Sie bei der Verkehrserziehungsreferentin des Stadtschulrats für Wien, Frau Dipl.-Päd. Elfriede Novak, E-Mail: e_novak@aon.at, Telefon: (01) 36 034 - 19159.

Umsetzung:
c.4.1. Hinweis auf die Angebote, welche auf www.netzwerk-verkehrserziehung.at und im mobilitaetserziehung.pdf zusammengestellt sind und laufend aktualisiert werden, ans LehrerInnenkollegium geben [März]

Umweltziel d: Abfallwirtschaft - Teilziel "Abfallvermeidung"
Maßnahme d.1.:


Vermeidung von unnötigem Papierverbrauch beim Drucken (möglichst doppelseitig drucken)

Begründung der Maßnahme: Wenn Drucker doppelseitig drucken können, sollte man diese Möglichkeit auch ausnutzen, falls nichts dagegen spricht, um die benötigte Papiermenge auf die Hälfte zu reduzieren. Dadurch muss weniger Papier produziert (Umweltnutzen) und eingekauft (Vorteil für das Budget) werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der Platzbedarf für die Ablage bzw. das Gewicht der Unterlagen auch geringer ist.

Umsetzung:
d.1.1. Im LehrerInnenkollegium Bewusstseinsbildung für das doppelseitige Drucken betreiben [Jänner]



Maßnahme d.2.:

Vermeidung von unnötigem Papierverbrauch beim Kopieren (möglichst doppelseitig kopieren)

Begründung der Maßnahme: Alle modernen Kopierer können doppelseitig kopieren. Falls nichts dagegen spricht, sollte immer doppelseitig kopiert werden um die benötigte Papiermenge auf die Hälfte zu reduzieren. Dadurch muss weniger Papier produziert (Umweltnutzen) und eingekauft (Vorteil für das Budget) werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der Platzbedarf für die Ablage bzw. das Gewicht der Unterlagen auch geringer ist. Eigens gestaltete PUMA-Hinweisplakate helfen dabei, die NutzerInnen von Kopierern an das "Doppelseitige Kopieren" zu erinnern.

Hinweis:
Die PUMA-Hinweisplakate wurden Ende 2009 bereits einmal an die Schulen verteilt und sollten bei den Kopiergeräten angebracht sein.

Umsetzung:
d.2.1. Allfälligen (Nach-)Bedarf an PUMA-Hinweisplakaten "Doppelseitig Kopieren" bei MA 56 (Lager in Wien 20, Dresdnerstraße 73-75) decken [September]
d.2.2. Beim LehrerInnenkollegium und bei den SchülerInnen Bewusstseinsbildung für das doppelseitige Kopieren betreiben (Jänner)



Maßnahme d.3.:

Weiterverwendung von einseitig bedrucktem Papier

Begründung der Maßnahme: Um Abfälle zu vermeiden und Ressourcen zu sparen, können bereits bedruckte Papiere auch auf der 2. Seite sinnvoll genutzt werden. Dazu müssen sie nur an einer vereinbarten Stelle gesammelt und anstelle von neuem Papier verwendet werden.

Umsetzung:
d.3.1. Aufstellen einer Sammelbox/Schachtel - z.B. beim Kopierer [Februar]
d.3.2. Im LehrerInnenkollegium und bei den SchülerInnen Bewusstseinsbildung für das Sammeln und Weiterverwenden einseitig bedruckter Fehlkopien betreiben [Februar]



Maßnahme d.4.:

Vermeidung von Getränkedosen

Begründung der Maßnahme: Getränkedosen werden sehr energieintensiv hergestellt und haben eine schlechte Ökobilanz auch wenn sie gesammelt und einem Recycling zugeführt werden. Daher sollten sie am besten gar nicht verwendet werden, da es die meisten Getränke auch in anderen Verpackungsarten gibt. (Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand)

Umsetzung:
d.4.1. Beim LehrerInnenkollegium und bei den SchülerInnen Bewusstseinsbildung für die Vermeidung von Getränkedosen betreiben [April]



Maßnahme d.5.:

Verwendung von persönlichen Jausenboxen und wiederbefüllbaren Flaschen

Begründung der Maßnahme: Um die täglich anfallenden Mengen an Verpackungen für Jause und Getränk zu vermeiden, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit: Mehrwegverpackungen, die wieder und wieder verwendet werden können. Denn: Jede Einweg-Verpackung muss mit Energie- und Rohstoffeinsatz erzeugt, transportiert werden und ist dann nur ganz kurz in Verwendung, um sofort nach Gebrauch zu Abfall zu werden, der dann wieder behandelt werden muss. Diese unnötigen Umweltbelastungen müssen nicht sein. Daher: Besser Mehrwegverpackungen (Jausenboxen und Trinkflaschen) verwenden.

Umsetzung:
d.5.1. Entsprechende Hinweise an Erziehungsberechtigte beim Klassenforum, beim Schulforum, auf Elternabenden bzw. im Elternbrief geben [im Anlassfall bzw. laufend]



Maßnahme d.6.:

Verpackungsvermeidung beim Einkauf (z.B. für die "gesunde Jause")

Begründung der Maßnahme: Um die täglich anfallenden Mengen an Verpackungen zu vermeiden, sollte man darauf achten, möglichst unverpackte oder zumindest wenig verpackte Produkte zu kaufen. Für den Einkauf von Lebensmittel sind Bauernmärkte günstig, weil dort die Ware meist offen verkauft wird. Aber auch in so manchem Lebensmittelgeschäft findet man noch unverpacktes Obst und Gemüse. Jede Verpackung muss mit Energie- und Rohstoffeinsatz erzeugt, transportiert werden und ist dann nur ganz kurz in Verwendung um sofort nach Gebrauch zu Abfall zu werden, der behandelt werden muss.

Umsetzung:
d.6.1. Entsprechenden Hinweis ans LehrerInnenkollegium geben [März]



Maßnahme d.7.:

Forcierung Einkauf umweltgerechter Waren

Begründung der Maßnahme: Für etliche Produkte, die zentral beschafft werden, gibt es ökologische Kriterien seitens der Stadt Wien ("ÖkoKauf Wien"), die erfüllt werden müssen. Wenn man also über die MA 56 bestellt, kann man sicher sein, dass vorhandene Kriterien eingehalten werden. Wenn Artikel jedoch selbst beschafft werden, sollte man sich selbst informieren, ob diese Produkte umweltfreundlich sind.

Umsetzung:
d.7.1. Information ans LehrerInnenkollegium geben, dass die zentral über die MA 56 bestellten Waren den Kriterien von "ÖkoKauf Wien" entsprechen und Appell, dass bei autonomer Beschaffung jede/r selbst auf die Umweltgerechtheit achten muss. Weiters: Information des LehrerInnenkollegiums, dass umweltfreundliche Produkte sehr oft nicht teurer sind als herkömmliche [Oktober]
d.7.2. Verwendung ökologischer Papiersorten aus der Papiermustermappe von "ÖkoKauf Wien" bei allen Druckaufträgen (Hinweis: Kostenlose Bestellmöglichkeit für die Papiermustermappe: Fr. Irene Geiger, MA 54, E-Mail: irene.geiger@wien.gv.at) - [laufend]

Umweltziel d: Abfallwirtschaft - Teilziel "Richtige Abfalltrennung"
Maßnahme d.8.:

Abfall-Etiketten an den Klassenbehältern (Restmüll, Altpapier) anbringen

Begründung der Maßnahme: Damit wertvolle Altstoffe wie Papier, Metall, Glas wieder zur Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden können, müssen sie möglichst sortenrein gesammelt und einer Verwertung zugeführt werden. Zur Klarstellung, was wo gesammelt wird, sollten entsprechende Etiketten auf die Behälter geklebt werden.

Umsetzung:
d.8.1. Allfälligen (Nach-)Bedarf an PUMA-Abfall-Etiketten bei MA 56 (Lager in Wien 20, Dresdnerstraße 73-75) decken [bei Bedarf]



Maßnahme d.9.:

Sortenreine Trennung von Restmüll und Altpapier in den Klassenzimmern sicherstellen

Begründung der Maßnahme: Damit der wertvolle Altstoff "Altpapier" wieder zur Herstellung neuer Papier- und Kartonprodukte eingesetzt werden kann, muss er möglichst sortenrein gesammelt und einer Verwertung zugeführt werden. Die sortenreine Sammlung beginnt idealerweise bereits in den Klassen- und LehrerInnenzimmern.

Umsetzung
d.9.1. Vorsammelbehälter für Altpapier aufstellen (entweder vorhandene Kartons weiternutzen oder Behälter bei MA 56 anfordern) - [Oktober]
d.9.2. Besprechen mit und Einwirken auf SchülerInnen, dass der Abfall getrennt gesammelt werden soll [November bzw. laufend]



Maßnahme d.10.:

Abfallentsorgung innerhalb des Schulgebäudes optimieren

Begründung der Maßnahme: Angesichts der stark unterschiedlichen Voraussetzungen vor Ort (Aufzug oder nicht, Abstellräumlichkeiten vorhanden oder nicht, Zahl der anfallenden Abfallfraktionen, Müllraumgröße etc.) sollte an jeder Schule gemeinsam mit der/m SchulwartIn der Bedarf und die Voraussetzungen für eine Optimierung der Abfalllogistik besprochen werden.

Umsetzung:
d.10.1. Schulinternes Gespräch (SchulleiterIn mit SchulwartIn) über die effiziente Abwicklung der Abfallsammlung [Oktober]
d.10.2. (Nach-)Bestellung geeigneter Arbeitsmittel für die Entsorgung von Restmüll und Altpapier für den Schulwart/die Schulwartin [bei Bedarf]



Maßnahme d.11.:

Sammlung und Entsorgung von Druckerpatronen

Begründung der Maßnahme: Druckerpatronen und Tonerkassetten sollen nicht weggeworfen sondern - wenn möglich - wiederbefüllt werden. Daher sollten alle Personen, die Zugang zu den Druckern haben, über die Sammlung und die richtige Vorgehensweise informiert werden. Durch das Wiederbefüllen können Ressourcen und Umweltbelastungen bei der Neuproduktion gespart werden.

Hinweis
Prinzipiell ist die kostenlose Rückgabe in allen Geschäften, in denen Druckerpatronen (Tintenpatronen bzw. Toner) gekauft wurden, möglich. Sie können auch auf den Mistplätzen der MA 48 abgegeben werden. Wenn Toner oder Tintenpatronen z.B. übers Internet bestellt werden, können sie an die Lieferfirma per Post gesandt werden.

Umsetzung:
d.11.1. Einrichtung einer Sammelstelle für leere Druckerpatronen und Tonerkassetten in der Schule sowie Bekanntmachung ihres Aufstellungsorts an alle für das Auswechseln der Patronen oder Toner Zuständige [Dezember]
d.11.2. Weiterleitung der gesammelten Druckerpatronen und Tonerkassetten an die MA 14 oder an Sozialprojekte (z.B. www.sozialprojekt.at/projekt1.htm, www.rotenasen.at, ...)
(Kontakt MA 14: Hr. Ing. Walter Schuster, E-Mail: walter.schuster@wien.gv.at) [bei Bedarf]

Umweltziel e: Umweltfreundliche Veranstaltungen
Maßnahme e.1.:

Beachtung umweltrelevanter Kriterien bei der Beauftragung und Organisation von Schulveranstaltungen

Begründung der Maßnahme: Schulveranstaltungen können je nach Größe beträchtliches Abfallaufkommen (Getränkedosen, Verwendung von Einweggeschirr, ...) bewirken, weiters Energieverbrauch (für Beleuchtung, Betrieb verschiedenster Geräte (z.B.: kochen, kühlen, heizen) und Musikanlagen, ...) und Verkehrsaufkommen (An- und Abreise mit dem Pkw, ...). Darum zählen Maßnahmen zur Abfall-, Energie- und Verkehrsvermeidung zu unerlässlichen Kriterien einer ökologisch ausgerichteten Veranstaltung. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Breitenwirkung auf die VeranstaltungsteilnehmerInnen. Gerade wenn bei gesellschaftlichen Events und Veranstaltungen bewiesen wird, dass ökologische Alternativen auch ökonomisch Sinn machen und praktikabel sind, kann die Besucherin/der Besucher Rückschlüsse auf sein privates Verhalten im Alltag ziehen. In diesem Sinne ist die Verwendung von biologisch produzierten und fair gehandelten Lebensmittel sehr wichtig. Die umweltfreundliche Ausrichtung von Schulveranstaltungen ist daher ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Hinweis
Anmeldung zum Pilotprojekt "Ökologische Schulveranstaltung"

Umsetzung:
e.1.1. Vorstellung (und evtl. Verteilung) der PUMA-Checkliste für umweltfreundliche Schulveranstaltungen an das LehrerInnenkollegium [Januar]
e.1.2. Verwendung der "PUMA-Checkliste für umweltfreundliche Schulveranstaltungen" [laufend]

Umweltziel f: Gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel
Maßnahme f.1.:

Beachtung bestimmter Kriterien ("saisonal, bio und fair") beim Einkauf von Lebensmitteln

Begründung der Maßnahme: Saisonale Lebensmittel stammen allermeist aus der Region, brauchen daher keine langen Transporte und sind somit umweltschonend. Sie tragen auch zur Sicherung heimischer Arbeitsplätze bei. Heimisches Obst und Gemüse punktet in seiner jeweiligen Saison mit Frische, dadurch besserem Geschmack und günstigem Preis. Mit Lebensmittel aus biologischer Produktion wird ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet, da auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und gentechnisch verändertes Pflanz- und Saatgut verzichtet wird. Bio-Lebensmittel geben auch besondere Sicherheit, da sowohl die Lebensmittel selbst, wie auch deren Produzenten besonders streng und regelmäßig kontrolliert werden. Lebensmittel "aus fairem Handel" geben die Gewissheit, dass deren Produzentinnen in den Entwicklungsländern ein angemessener und fairer Lohn für ihre Arbeit gezahlt wird.

Umsetzung:
f.1.1. Im LehrerInnenkollegium Bewusstseinsbildung für die Verwendung von Lebensmittel aus der jeweiligen Saison, aus Bioanbau und aus fairem Handel betreiben [Dezember]
f.1.2. Im Kochunterricht und in anderen Unterrichtsbereichen Lebensmittel möglichst aus der jeweiligen Saison, aus Bioanbau und aus fairem Handel verwenden [laufend]

"PUMA-Schulen Umweltprogramm" (Gesamtdokument) zum Download:
- nach Terminen gereiht
- nach Themen gereiht